Eslarn. Der Markt Eslarn treibt die Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) weiter voran. Ein wichtiger Baustein im laufenden Prozess war die erste Akteursbeteiligung, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, Verwaltung, örtliche Betriebe, Energie- und Wärmeversorgung und weiteren lokalen Einrichtungen zusammenkamen.
„Ziel der Akteursbeteiligung ist es, die lokalen Kenntnisse und Erfahrungen frühzeitig in die Planung einzubinden und gemeinsam tragfähige Lösungen für die zukünftige Wärmeversorgung zu entwickeln“, erläuterte Projektleiterin Christina Albrecht der Bayernwerk Netz GmbH. Sie stellte den in Zusammenarbeit mit dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) erarbeiteten aktuellen Stand der Kommunalen Wärmeplanung vor und informierte über die bisherigen Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse sowie die nächsten Schritte im Projekt.
„Mit der Kommunalen Wärmeplanung schaffen wir eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung unseres Marktes. Besonders wertvoll ist der Austausch mit den örtlichen Akteuren, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen aus der Praxis einbringen“, betonte Erster Bürgermeister Thomas Kleber.
Breiter Austausch und regionale Expertise
Ziel der Veranstaltung war es, die bisherigen Zwischenergebnisse vorzustellen, lokale Besonderheiten zu berücksichtigen und gemeinsam über Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung zu diskutieren. Die Kommunale Wärmeplanung soll aufzeigen, wie der Wärmebedarf langfristig sicher, bezahlbar und zunehmend durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann.
An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Marktgemeinde, örtliche Unternehmer, die sich bei der Abfrage rückgemeldet haben, Energie- und Wärmeversorger sowie weiterer Fachakteure teil. Dabei waren auch beide im Gemeindegebiet aktiven Biogas- und Wärmenetzbetreiber vertreten. Gemeinsam mit den anwesenden Unternehmen und Institutionen brachten sie wertvolle Einblicke in die aktuellen Gegebenheiten, Entwicklungsmöglichkeiten und Herausforderungen der lokalen Wärmeversorgung ein. Die breite Zusammensetzung der Teilnehmenden ermöglichte einen praxisnahen Austausch und lieferte wichtige Impulse für die weitere Bearbeitung der Kommunalen Wärmeplanung.
Orientierung und Potenziale für die Zukunft
Die vorgestellten Analysen verdeutlichen, dass in Eslarn verschiedene Möglichkeiten für den Ausbau erneuerbarer Energien und einer klimafreundlichen Wärmeversorgung bestehen. Dabei können je nach örtlichen Gegebenheiten sowohl netzgebundene als auch dezentrale Versorgungslösungen sinnvoll sein. Die Kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Instrument: Sie stellt keine Detailplanung dar und begründet keine unmittelbaren Umsetzungsverpflichtungen für Bürgerinnen und Bürger. Vielmehr schafft sie Orientierung und Transparenz über mögliche zukünftige Entwicklungen der Wärmeversorgung im Gemeindegebiet.
Mit der Kommunalen Wärmeplanung schafft der Markt Eslarn eine tragfähige Grundlage für eine zukunftssichere und klimafreundliche Wärmeversorgung – strukturiert, technologieoffen und im Dialog mit regionalen Akteuren.
Nächste Schritte
Die bei der Akteursbeteiligung gewonnenen Anregungen fließen in die weitere Bearbeitung ein. In den kommenden Monaten werden die Ergebnisse weiter vertieft und Handlungsmöglichkeiten für die zukünftige Wärmeversorgung des Marktes Eslarn erarbeitet. Die Öffentlichkeit wird im weiteren Verlauf des Projekts über die Ergebnisse informiert und in den Prozess eingebunden.